Am Puls der Mobilitätswende

... mit dem Volkswagen Bildungsinstitut in Zwickau

Volkswagen hat eine Mission: Elektromobilität soll für alle erschwinglich sein. Daher entwickelt sich der Konzern gerade zum führenden Anbieter von Elektrofahrzeugen. Ein zentraler Baustein dieses Wandels ist die Weiterbildung. Das Unternehmen bereitet seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeitenden intensiv auf neue Produktionsmethoden und Jobs vor, die durch die zunehmende Digitalisierung und Elektrifizierung entstehen und sich z. B. in der neuen Fahrzeugarchitektur MEB („Modularer E-Antriebs-Baukasten“) oder in der zunehmenden Automatisierung in der Fertigung ausdrücken.

Die größte Bildungsoffensive in der Geschichte von Volkswagen

Der Standort Zwickau übernimmt eine Vorreiterrolle bei der Transformation des weltweiten Produktionsnetzwerks von Volkswagen und entwickelt sich gerade zum größten und leistungsfähigsten E-Auto-Werk Europas. Im Juli 2020 lief hier der letzte Verbrenner vom Band. Nun wird mit dem ID.4 der erste reine Elektro-SUV der Marke Volkswagen produziert.

Um diesen Prozess zu gestalten, hat das Volkswagen Bildungsinstitut (VWBI) in Zwickau folgerichtig die größte Qualifizierungs- und Weiterbildungsoffensive in der Geschichte des Konzerns gestartet. Am sächsischen Standort wurden und werden über 8.000 Mitarbeitende auf die Veränderungen, die für den Umstieg von Verbrennern auf den vollelektrischen Antrieb notwendig sind, vorbereitet. „Unser Ziel ist es, alle Kolleginnen und Kollegen bestmöglich zu befähigen, E-Autos in großen Stückzahlen und höchster Qualität zu produzieren“, erklärt Dr. Holger Naduschewski, Geschäftsführer des Volkswagen Bildungsinstituts.

Die Ausbilder und Trainer haben sich langfristig auf die Mammutaufgabe vorbereitet, die dieser Wandel darstellt. Das Institut hat die Personalkapazität, besonders in der Hochvolt- und Automatisierungstechnik, verstärkt, und der Konzern hat in Zwickau auch immens in neue Technik, IT und Robotik investiert. „Wir arbeiten mit rund 90 Schulungspartnern, je nach Schulungssegment, zusammen, um die besten Experten als Trainer zu gewinnen. Die Herausforderung ist enorm. Wir schulen über 300 Themen in kurzer Zeit und dies alles auf höchstem Bildungsniveau,“ konstatiert Dr. Naduschewski.

Gemeinsam mit Lucas-Nülle entwickelt das Institut Antworten auf ein zentrales Thema.

Eine der zentralen Aufgaben dieser Bildungsoffensive besteht darin, die Mitarbeitenden auf die Hochvolttechnik vorzubereiten. So erhielten bisher rund 1.000 Mitarbeiter und Auszubildende der Automobil- und Zulieferindustrie spezielle Hochvoltschulungen.

Diese Trainings dauern bis zu 52 Tage und münden in einem von drei Zertifikaten nach berufsgenossenschaftlichen Anforderungen: geprüfte Elektrofachkraft (gEFK) bzw. Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT). Zusätzlich erhalten weitere Mitarbeiter des Werkes eine Hochvoltsensibilisierung.

Das Bildungsinstitut ist als alleiniger, regionaler Ausbildungs- und Prüfbetrieb seitens der IHK autorisiert, Elektrofachkräfte auszubilden, zu prüfen und zu zertifizieren. Je nach Kundenbedarf bieten die Trainer auch speziell modifizierte Hochvoltqualifizierungen an. Und nicht zuletzt ermöglicht VW hier auch den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr, Rettungs- und Abschleppdiensten umfangreiche Speziallehrgänge, damit diese im Ernstfall an Hybrid- bzw. Elektrofahrzeugen fachgerecht handeln und somit Leben retten können, ohne sich selbst und andere zu gefährden.

„Die Lucas-Nülle GmbH und das Volkwagen Bildungsinstitut pflegen eine verlässliche Partnerschaft. Seit über 15 Jahren profitieren beide Unternehmen allen voran in der Kraftfahrzeugtechnik von dieser kooperativen Zusammenarbeit und nutzen die Synergien für die Entwicklung effektiver Trainingssysteme.“
Remo Dietrich, Berufsfeldleiter Kfz-Technik

Speziell im aktuell so wichtigen Bereich der Hochvolttechnik arbeiten die Ausbilder und Trainer in Zwickau intensiv mit den Lucas-Nülle-Trainingssystemen. Für die verschiedenen HV-Qualifizierungen nutzen die Trainer u. a. ein Übungsboard Kfz-Elektrik, ein Hochvolt- und Klimaschulungsboard, ein Hochvoltbatterie-Diagnose- und Instandsetzungsboard sowie das CarTrain „Hochvolt- und Klimatrainer“. Abgerundet wird dieses innovative Schulungsportfolio mit digitalen, webbasierten Lernprogrammen, die die Teilnehmer auch nach erfolgreichem Abschluss noch nutzen können.

„Vor allem im Bereich der Hochvolttechnik werden wir unsere Zusammenarbeit in Zukunft sogar noch intensivieren“, blickt Remo Dietrich nach vorn und ergänzt: „Die Gespräche dazu haben bereits begonnen, und wir freuen uns, auch in Zukunft gemeinsam mit Lucas-Nülle die moderne Ausbildung von Fachpersonal für die Elektrofahrzeugindustrie zu gestalten.“

 

 

 

- 20.04.2021