Facharbeiterbindung, Wartungskompetenz und Weiterbildung

An Rhein und Neckar wird in die Zukunft des ÖPNV investiert.

Die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH betreut insgesamt knapp 400 Busse und Straßenbahnen für über 173 Mio. Fahrgäste im Jahr. Viele gute Gründe, eine eigene Ausbildungswerkstatt zu entwickeln. Für das didaktische Konzept setzt das Unternehmen auf Lucas-Nülle und zeigt sich sowohl von der Technik als auch vom Service voll überzeugt.

DAS PROJEKT: MEHR EIGENSTÄNDIGKEIT IN DER BERUFSBILDUNG ERREICHEN

In gewisser Weise versteht Peter Blass die Errungenschaften des vergangenen Jahres nur als Startschuss. Der Leiter der gewerblichen Ausbildung bei der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) denkt bereits weiter. Bisher hatte das Unternehmen für die Entwicklung der rund 35 gewerblichen Azubis mit der Deutschen Bahn kooperiert, nun steht ihnen in Ludwigshafen eine eigene, moderne Werkstatt zur Verfügung. „Perspektivisch wollen wir unsere Kompetenzen noch weiter stärken, vielleicht ein eigenes Ausbildungszentrum eröffnen“, erklärt Blass.

Der Grund für seinen Optimismus sind strategische Entscheidungen des Unternehmens aus den letzten Jahren, die dem gesamten Bereich der Berufsbildung mehr Bedeutung zukommen lassen. Der Facharbeitermangel sei laut Blass ein wichtiger Grund dafür, aber es gebe noch weitere: „Der Trend geht momentan wieder zu mehr Wartungskompetenz für die Busse und Bahnen direkt im Unternehmen. Außerdem verändert sich der ÖPNV besonders im Kfz-Bereich sehr stark. Daher wollen wir unsere Mitarbeiter auch entsprechend weiterbilden.“

DAS NEUE TEAM SETZT FÜR DAS DIDAKTISCHE KONZEPT AUF LUCAS-NÜLLE

Mit Alexander Menge und Tobias Backes hat der Ausbildungsleiter sein Team um zwei Kfz-Ausbilder erweitern können, die auch die Planung der Lehrwerkstatt übernahmen. Menge betreut die Kfz-Mechatroniker, Backes die Elektroniker für Betriebstechnik. „Als ich bei der rnv anfing, waren die Räumlichkeiten und Möbel schon vorhanden,“ erinnert sich Menge, „die Frage war nun, wie unser didaktisches Konzept aussehen soll und mit welchen Lehrmitteln wir es umsetzen können.“

Die Richtung sei laut Backes schnell klar gewesen. „Wir wollen zukunftsorientiert ausbilden, daher war uns einerseits moderne Technik mit den entsprechenden Schnittstellen und mit digitalen Lerninhalten wichtig, andererseits sollte der Bezug zur Praxis möglichst stark sein“, erläutert er. Auf der Suche nach einem Anbieter für solche Technik dachte Menge an die eigene Berufsschulzeit und die Übungen am praxisnahen 4-mm Stecksystem.

So suchten die Ausbilder aus Ludwigshafen den Kontakt zu Lucas-Nülle letztlich selbst. „Natürlich haben wir auch mit anderen Anbietern geredet,“ erinnert sich Menge, „aber die hochwertige Verarbeitung und das moderne Design haben wir so nur bei Lucas-Nülle gefunden.“ Auch die Geschäftsleitung des ÖPNV-Anbieters für die Metropolregion rund um Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg war schnell von den Plänen der Ausbilder überzeugt. Nach nur einem halben Jahr Planung eröffnete die neue Werkstatt Anfang September.

DER PERSÖNLICHE KONTAKT ÜBERZEUGT. WEITERE ZUSAMMENARBEIT IST BEREITS GEPLANT

„Wir wollen in diesem Zusammenhang ganz bewusst eine Lanze für Lucas-Nülle brechen“, unterstreichen die gewerblichen Ausbilder. „Der offene und freundliche Kontakt und der Service, den wir erhalten haben, waren einmalig. Das hat uns wirklich überzeugt“, erklärt Blass und ergänzt, „Gleiches haben uns auch unsere Kollegen aus der IT berichtet, die die Geräte mit uns implementiert haben.“

Auf Basis dieser Erfahrungen setzt die rnv-Ausbildungswerkstatt auch für ihre weitere Entwicklung auf Lucas-Nülle. „Für das kommende Jahr haben wir die Anschaffung von VOCANTO Lizenzen vorgesehen“, blickt Menge nach vorne, „der Weg hin zu einem örtlich und zeitlich flexiblen E-Learning ist in unseren Augen jetzt nur logisch.“

„Der offene und freundliche Kontakt und der Service,
den wir erhalten haben, waren einmalig. Das hat uns
wirklich überzeugt“, erklärt Peter Blass, Leiter der
gewerblichen Ausbildung bei der Rhein-Neckar-Verkehr
GmbH (rnv), und ergänzt, „Gleiches haben uns auch
unsere Kollegen aus der IT berichtet, die die Geräte mit
uns implementiert haben.“

IM BEREICH KFZ BESTIMMT DIE ELEKTROMOBILITÄT DIE WEITEREN PLANUNGEN

Neben dem Thema E-Learning sollen auch mehrere Trainingssysteme zu den Themen Elektromobilität und Hochvolt im Kraftfahrzeug angeschafft werden. Zwar sind bei der rnv bereits Elektrobusse
im Einsatz, deren Betreuung erfolgt aber extern. Künftig will das Unternehmen nun vom induktiven Laden an ausgewählten Haltestellen auf stationäre Ladestationen im Betriebshof umstellen. „Anders als bisher werden wir diese Elektrobusse selbst betreuen“, erklärt Blass.

Konsequent will die rnv perspektivisch nicht nur Kfz-Mechatroniker für System- und Hochvolttechnik ausbilden, sondern die Kompetenz im Bereich Elektromobilität im gesamten Unternehmen erhöhen. „Die neuen Systeme sollen gleichzeitig der Weiterbildung im Unternehmen dienen“, verdeutlicht Blass. Vor allem das Thema Hochvolttechnik spielt in diese Überlegungen mit ein. Denn alles deutet darauf hin, dass die Diagnose und Wartung der HV-Systeme von den Batterieherstellern mehr und mehr in die Verantwortung der Werkstätten übertragen wird.„Für die Zukunft haben wir also genug zu tun“, sagt Blass mit einem Augenzwinkern.

Elektromobilität   Kfz-Technik   E-Learning
- 17.07.2019