EDC1 Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ)

EDC1 Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ)

Nachhaltige Energieübertragung für effiziente und zuverlässige Netze der Zukunft

Die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) ist ein Verfahren der elektrischen Energieübertragung mit hoher Gleichspannung.
Die HGÜ-Technik dient der Energieübertragung mittels Gleichstrom über weite Entfernungen, da die HGÜ ab bestimmten Entfernungen trotz der zusätzlichen Konverterverluste in Summe geringere Übertragungsverluste als die Übertragung mit Dreiphasenwechselstrom aufweist.
Die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung wird häufig auch bei der Energieübertragung über vergleichbar kurze Distanzen eingesetzt, wenn die elektrische Übertragungsleitung konstruktionsbedingt einen sehr hohen kapazitiven Belag aufweist. Dies ist typischerweise bei Seekabeln oder auch bei Erdkabeln der Fall.
Eine weitere Anwendung ist die Gleichstromkurzkupplung, welche dem direkten elektrischen Energieaustausch zwischen Dreiphasenwechselstromnetzen dient, die zueinander nicht mit synchroner Netzfrequenz betrieben werden.

Lernziele:

  • Regelung der Zwischenkreisspannung
  • Blindleistungsbereitstellung ohne Wirkleistungsfluss (STATCOM)
  • Manuelle und automatische Synchronisation mit dem Netz
  • Wirkleistungsregelung der HGÜ mit Leistungsflussänderung
  • Individuelle Blindleistungsregelung für beide Umrichterstationen
  • Verlustbetrachtung bei unterschiedlichen Längen der HGÜ
  • Versorgung eines Netzes mit passiven Verbraucher per HGÜ (Schwarstart)
  • Ankopplung von Windkraftanlagen
  • Untersuchung des FRT-Verhaltens bei HVDC-Systemen