ESG 1 Smart Grid

ESG 1 Smart Grid

Energieverteilung

Die Verteilung der elektrischen Energie erfolgt bei größeren Schaltanlagen fast ausschließlich über Doppelsammelschienensysteme.

Diese Anlagen enthalten Kuppelfelder zur Verbindung der beiden Sammelschienen, der Einspeise- und Abgangsfelder sowie der Messfelder. In den Einspeise-, Abgangs- und Kuppelfeldern werden Leistungsschalter und je Sammelschienenanschluss ein Trennschalter eingesetzt. Hier muss aus Sicherheitsgründen einer streng einzuhaltenden Schaltlogik gefolgt werden. Das Doppelsammelschienenmodell beinhaltet alle Funktionen, die für die Praxis relevant sind. Eingebaute Messgeräte für Ströme und Spannungen ermöglichen, die Schalthandlungen umgehend zu analysieren.

Übertragungsleitungen

Die Untersuchung von 380-kV-Übertragungsleitungen und deren Zusammenschaltung findet zu Ihrer Sicherheit auf der Niederspannungsebene statt, ohne dass die Eigenschaften der echten Hochspannungsleitung verloren gehen! Diese realistische Nachbildung einer 380-kV-Übertragungsleitung schaltet automatisch nach Auflegen der Auflagemaske zwischen den Leitungslängen 300 km und 150 km um.
Durch Verwendung mehrerer Leitungsnachbildungen bietet sich die Möglichkeit, komplexe Netze aufzubauen, indem die Leitungsnachbildungen parallel oder in Reihe geschaltet werden.

Leitungsschutz

In der Praxis werden Mittel- und Hochspannungsnetze mit Schutzeinrichtungen versehen, welche über Strom- und Spannungswandler angeschlossen sind.
Die Ausstattung bietet folgende Vorteile:

  • Einsatz von kompakten Originalrelais mit zukunftsweisender Digitaltechnik

  • Einsatz industrieller Schutzrelais von renommierten, weltweit tätigen Herstellerfirmen

  • Überwachung der Schutzeinrichtungen mittels SCADA(Supervisory Control and Data Acquisition)

  • Mit der optionalen Relaisprüfeinrichtung können die Relais einzeln getestet werden.

Untersuchung komplexer Verbraucher

Die Experimente zur Absenkung der Spitzenlast durch Messungen mit einem Wirkstrom- und Maximumzähler zeigen, wie die Netzbelastung reduziert bzw. gleichmäßig über 24 Stunden verteilt werden kann. Die Voraussetzung für den effektiven Einsatz der Messtechnik ist die Analyse des Netzes und der angeschlossenen Verbraucher. Daher werden in den einzelnen Experimenten statische, symmetrische und unsymmetrische Lasten ausführlich untersucht.

Ein Drehstromasynchronmotor, gekoppelt mit dem Servo-Maschinenprüfstand, wird als dynamische Last verwendet. Die Wirkleistung und die Blindleistung (cos-phi des Motors) sind abhängig von der Belastung des Motors und somit nicht konstant. Der Servo-Maschinenprüfstand kann den Asynchronmotor antreiben, so dass Wirkleistung ins Drehstromnetz geliefert wird.

Bei der Blindleistungskompensation wird in Wechselspannungsnetzen der unerwünschte Blindstrom und die damit verbundene Blindleistung von Verbrauchern reduziert. Hierbei werden kapazitive Verbraucher am zentralen Einspeisepunkt zu allen induktiven Verbrauchern hinzugeschaltet. Dessen entgegenwirkende kapazitive Blindleistung ist möglichst von gleicher Größe wie die installierte induktive Blindleistung. Damit werden unerwünschte Blindströme reduziert und alle Anlagen, die für die Bereitstellung des Blindstromes notwendig sind, müssen nicht unnötig groß dimensioniert werden.