Lernfabrik 4.0 mit FabLab Integration

An der Yncréa Hauts-de-France bildet die Lucas-Nülle-Industrie-4.0-Anlage das zentrale Element des FabLab.

„Innovation liegt zunehmend an der Schnittstelle der verschiedenen Disziplinen“, schreibt die Organisation Yncréa Hauts-de-France auf ihrer Website. Unter dem Dach der Yncréa haben drei Hochschulinstitute aus Lille (HEI-ISA-ISEN) ihre Fachgebiete zusammengefasst. Das Ziel: Transdisziplinäre Innovationen verwirklichen.

Besonders deutlich wird diese Entwicklung im FabLab der Organisation. Ursprünglich diente das Labor der Produkttypenentwicklung an der Ingenieurhochschule HEI Lille. Nun verwandelt sich das FabLab sukzessive in eine neue Art Lernfabrik, die grundlegend auf den Industrie-4.0-Systemen von Lucas-Nülle basiert.

Interdisziplinäres Lernen für Studenten im 4. Und 5. Studienjahr

„Wir setzen dieses neue Instrument vor allem mit Studenten der höchsten Semester der drei Hochschulen ein“, erklärt Projektleiterin Virginie Noirot das Projekt. Das Ziel ist es, die übliche Art des Lernens durch praktische Erfahrungen zu vervollständigen. „Das Lernen steht in der Lernfabrik in einem globalen Kontext“, erklärt Noirot, „die Studenten sollen sich nicht nur auf ihre Disziplin konzentrieren, sondern sehen können, wie ihr Thema in einem industriellen Kontext auf der Skala 1 gehandhabt wird.“

Durch den Einstieg in die digitale Lernfabrik über die Platzierung eines individuellen Auftrags im Webshop des ERP-Lab bilden die LN Systeme ein zentrales Element dieses Lernkonzeptes. „Darüber hinaus haben uns weitere Lerninhalte unmittelbar einen großen Nutzen gebracht“, weiß die Projektleiterin. So erkläre die Anlage sehr gut die verschiedenen Ebenen der Datenverarbeitung zwischen ERP und MES. „Außerdem können die Studierenden neue Konfigurationen in virtuellen Modellen erlernen, was ebenfalls sehr nützlich ist“, ergänzt Noirot.

Integration weiterer Systeme in das FabLab geplant

Über die Lucas-Nülle Komponenten hinaus haben die Studenten und Ingenieure die Anlage in Lille bereits um weitere Technologien erweitert. So ist die intelligente Fabrik bereits mit der CNCFräse und dem 3D-Drucker des Labors vernetzt. „Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde die Intelligente Fabrik vor allem für Abschlussarbeiten verwendet“, erläutert Noirot, die noch einen weiteren wichtigen Vorteil für Hochschulen sieht: „Die Software ist offen und flexibel. Wir arbeiten daran, die aktuelle Konfiguration um weitere Funktionalitäten, wie z. B. ein Monitoringsystem zu erweitern.

Auch andere Maschinen werden wir an die Intelligente Fabrik anbinden. Wir haben schon jetzt unzählige Projekte in der Schublade!“ Neben den vielen Möglichkeiten in der universitären Lehre erfüllt das neue FabLab schließlich noch eine weitere Aufgabe für Yncréa Hautes de France: „Die Anlage wird auch von den Besuchern sehr geschätzt“, verrät Noirot.

 

„Auch andere Maschinen
werden wir an die Intelligente
Fabrik anbinden. Wir haben
schon jetzt unzählige Projekte
in der Schublade!“

Virginie Noirot, Projektleiterin

 

- 22.10.2020