An Marokkos Unis ist die Kfz-Technik im Kommen

Die Digitalisierung führt zu einer Aufwertung der Kfz-Technik im Königreich.

Die Kfz-Technik ist ein Trendthema in der universitären Ausbildung im Königreich Marokko. Neue Produktionsstätten sorgen für großen Facharbeiterbedarf. Gleichzeitig steigt der Anspruch an Kfz-Mechatroniker durch die zunehmende Kfz-Elektrifizierung und Digitalisierung immer weiter. Aus diesem Grund beginnen jetzt zunehmend auch die Universitäten des Landes mit der Lehre der Kraftfahrzeugtechnik. Sowohl die Sultan Slimane Universität in Beni-Mellal als auch die ENSET in Rabat und die ENSA in Kenitra arbeiteten zu diesem Zweck mit Lucas-Nülle zusammen. Neue Labore und Trainingssysteme aus der Kfz-Technik integrieren hier nun moderne Kfz-Technik in die Lehre. Der Trend ist offensichtlich: Das Königreich Marokko reagiert auf die tiefgreifenden Veränderungen im Bereich der Kraftfahrzeugtechnik mit einer Aufwertung des Themas in der nationalen Bildung.

 

Im Labor ist ein Kfz-Studium auf Masterniveau möglich

Ein Paradebeispiel für diese Entwicklung ist der neue Bachelorstudiengang für Kfz-Mechatronik der „Ecole Supérieure de Technologie“ an der „Sultan Moulay Slimane Universität“ in Beni-Mellal. Die Hochschule im Landesinneren Marokkos hat im vergangenen Jahr ein komplett neues Kfz-Technik-Labor aus dem Boden gestampft. Die dort verfügbaren, neuen Trainingssysteme decken nahezu den gesamten Bereich der Fahrzeugelektronik und auch die Diagnose ab. Damit ist in Beni-Mellal nun ein zentraler Anlaufpunkt für die moderne Kfz-Ausbildung geschaffen, die über die Mechanik und Elektrik hinaus auch moderne, digitalisierte Fahrzeuge betrachtet. Gleichzeitig mit der Einführung der neuen Technik aus Deutschland, hat die Universität auch das Konzept der hauseigenen Bildung verändert. Praktisches Hands-On Training, das über die Theorie hinaus geht, ist nun fester Bestandteil des Lernens im Labor.

In einem zweiten Projektschritt will die Sultan Moulay Slimane Universität die Kfz-Ausrüstung um das Thema Elektromobilität erweitern. Auch in diesem Bereich wollen die Marokkaner wieder mit Lucas-Nülle zusammenarbeiten. Perspektivisch soll auf dem gerade entstehenden Fundament dann auch erstmals ein Masterstudiengang im Bereich Kfz-Technik aufgebaut werden.


Neue Arbeitsplätze in der Region um die Hauptstadt Rabat treiben das Thema voran

An Nachfrage für qualifizierte Kfz-Mechatroniker mangelt es nicht. Auch die geplante Aufwertung der Kfz-Technik im nationalen Bildungsverständnis kommt nicht zufällig. Vielmehr wächst der Bedarf an Facharbeitern im nordafrikanischen Königreich seit einigen Jahren stark. In Kentira, einer Stadt an der Atlantikküste nördlich von Rabat, baut beispielsweise gerade die Peugeot-Mutter PSA ein neues, produzierendes Werk auf. Allein in dieser Region im Nordwesten des Landes werden in naher Zukunft über 1000 neue Fachkräfte gesucht, darunter hunderte Ingenieure. Folgerichtig haben erst kürzlich auch die örtlichen Ingenieurhochschulen ENSA in Kentira und die ENSET im nahegelegenen Rabat ihr Studienangebot um den Bereich Kfz-Technik erweitert. Nahezu analog zu den Entwicklungen in Beni-Mellal haben die Präsidien der Hochschulen den Bedarf im Bereich der Kfz-Elektronik und Diagnose identifiziert. Und auch hier in Lucas-Nülle den richtigen Partner für den Aufbau der neuen Institute gefunden.

 


„Wir freuen uns, dass wir unsere Institute mit Lucas-Nülle

ausgerüstet haben. Die Systeme bieten unseren Studenten die
Möglichkeit, neue Technologien in der Kfz-Berufsbildung zu
beherrschen und sich den neuen Anforderungen des
Arbeitsmarkts entsprechend zu qualifizieren.“

Pr Abdelkhalek Oussama, Direktor der Ecole Supérieure de
Technologie von Beni Mellal.

 

Gleichzeitig rückt die Weiterbildung in den Fokus

Allein durch die Ausbildung von Studenten lässt sich der aktuelle Bedarf allerdings nicht decken. Daher fällt den neuen Instituten eine weitere Rolle zu – die Weiterbildung bestehender Arbeitskräfte aus der Kfz-Branche. Viele Institute schließen gerade Weiterbildungsverträge mit den industriellen Unternehmen aus der Region ab. Dass die Systeme in den neuen Laboren über einen modularen Aufbau verfügen, kommt diesen, neuen Planung entgegen. Unabhängig vom Grundkonzept der Labore können alle Systeme auch einzeln genutzt werden. So gelingt es, auch einzelne Themen zu schulen. Während Studenten die Labore also langfristig nach einem festen Konzept nutzen, können Arbeitnehmer sich hier in kurzer Zeit, gezielt zu bestimmten technischen Themen, praxisnah weiterbilden.

 

 

 

- 30.04.2020